Fein abgestimmte Familie für die Hochgeschwindigkeits-Rißprüfung

eddyscan H mit zusätzlicher Strangmechanik für die Prüfung von Zylinderrollen

eddyscan H mit zusätzlicher Strangmechanik für die Prüfung von Zylinderrollen

Bei der Rißprüfung von zylindrischen Teilen hat sich die Wirbelstrom-Prüfmethode seit Jahren in der 100%-Prüfung durchgesetzt. Gründe hierfür sind hauptsächlich das immer reproduzierbare und zerstörungsfreie Verfahren sowie die hervorragende Automatisierbarkeit dieser Prüfung. Durch die Anwendung von Rotiersystemen kann hierbei die Produktivität nochmals drastisch gesteigert werden.

Bei der Wirbelstrom-Rißprüfung benötigt man eine Relativbewegung zwischen Werkstück und Rißprüfsonde. Überstreicht ein Riß oder eine Pore den sensitiven Bereich der Sonde, so wird am Rißprüfgerät ein entsprechendes Signal angezeigt. Bei rotations-symmetrischen Werkstücken rotiert in der Regel das Werkstück, während die Rißprüfsonde den zu prüfenden Bereich abscannt. Die Vorteile dieser Methode liegen im flexiblen Einsatzbereich und in der relativ einfachen Mechanik, die dazu benötigt wird.

eddyscan F in halbautomatischer Prüfanlage für Cylinder Liner

eddyscan F in halbautomatischer Prüfanlage für Cylinder Liner

Eine andere Möglichkeit ist, bei stationärem Werkstück die Sonde rotieren zu lassen. Dies geht zwar zu Lasten der Geometrieflexibilität, bringt aber enorme Vorteile bei der Prüfzeit. Entsprechende Anlagen können mit den Geschwindigkeiten der vorgelagerten Produktionslinien problemlos mithalten bzw. sie übertreffen, da man die Sonde mit 3000/min und mehr drehen lassen kann.

Hierfür kommen sogenannte Rotierköpfe zur Anwendung. Das heißt, die Sonde ist in einer rotierenden Scheibe integriert, welche auf einem Rotor befestigt ist. Die entsprechenden Signale werden dann mit einem geeigneten Übertrager, dem eigentlichen Herzstück dieser Technologie, störungsfrei vom Rotor zum Rißprüfgerät übertragen.

Rotierköpfe bieten sich vor allem dann an, wenn es um die Prüfung von rotations-symmetrischen und zylinderförmigen Werkstücken geht, wie dies z.B. bei Lagerrollen im Strang, Kolbenstangen, Kolbenbolzen usw. der Fall ist, bei denen jeweils der Außendurchmesser auf Oberflächendefekte abgescannt wird. Oder aber auch Zylinderlaufflächen (lose oder bereits im Motorblock integriert) und alle anderen Arten von Bohrungen, an denen der Innendurchmesser auf Risse geprüft werden muss.

eddyscan H30 mit geöffneter vorderer Abdeckung. Gut zu erkennen ist die verstellbare Sondenscheibe

eddyscan H30 mit geöffneter vorderer Abdeckung. Gut zu erkennen ist die verstellbare Sondenscheibe

ibg bietet hier die Rotierkopffamilie eddyscan an, die speziell für anspruchsvolle Anwendungen in der Automobilindustrie entwickelt wurde:

Der eddyscan H für die Prüfung von Außendurchmessern zylindrischer Teile ist abgestuft bis zu einem Teiledurchmesser von 63 mm als Zwei- oder Vierkanalvariante erhältlich. In der Vierkanalversion, d.h., vier Sonden können auf der Sondenscheibe integriert werden, können Durchsätze von bis zu 800 mm/sec. erreicht werden.

 

  H10 (H15) H25 (H30) H63 (H70)
Teiledurchmesser max. 10 mm (15 mm) * 25 mm (30 mm) 63 mm (70 mm)
Kanalzahl 2 2 oder 4 2 oder 4
Drehzahl max. 8000/min max. 8000/min max. 5000/min
Triggerimpuls 1 pro Umdrehung 1 pro Umdrehung 1 pro Umdrehung
Motorleistung 0,09 kW 0,18 kW 0,37 kW
Motorspannung 230/400 V Drehstrom 230/400 V Drehstrom 230/400 V Drehstrom
  * mit interner Führung (mit externer Führung)
eddyscan F mit Sondenscheibe

eddyscan F mit Sondenscheibe

Der eddyscan F findet Anwendung bei der ein- oder zweikanaligen Rißprüfung zylindrischer Innendurchmesser von Bohrungen, Zylinderlaufflächen oder auch Lagerringen. In Sonderformen können sogar konisch zulaufende Flächen geprüft werden. Der Durchmesserbereich beginnt bei etwa 3 mm und hat nach oben keine Begrenzung.

Der eddyscan C wurde speziell für die Motorblockprüfung entwickelt. Eine selbstzentrierende Rißprüfsonde scannt die Zylinderlaufflächen nach Rissen und Poren ab, wobei ein X-Y-Schlitten die Maß- und Lagetoleranzen der Zylinderbohrungen ausgleicht.

Für alle Rotierköpfe sind sowohl Sondenscheiben für fixe Durchmesser als auch über einen Durchmesser-Bereich verstellbare Scheiben erhältlich. Auf den Scheiben können nahezu alle Typen der ibg Rißprüfsonden-Familie eingesetzt werden, so daß die Prüftechnik immer perfekt auf die jeweilige Prüfaufgabe abgestimmt werden kann.

eddyscan H montiert auf höhenverstellbarem Wartungsschlitten - mit zusätzlicher Rollenführung für die Prüfung von Rundstahl

eddyscan H montiert auf höhenverstellbarem Wartungsschlitten – mit zusätzlicher Rollenführung für die Prüfung von Rundstahl

Als Zubehör ist ein höhenverstellbarer Wartungsschlitten erhältlich, mit dem die Höhenposition des Rotierkopfes hochpräzise an unterschiedliche Teiledurchmesser angepaßt werden kann. Zusätzlich läßt sich der Rotierkopf mit Hilfe des Schlittens nach vorne aus dem Strang heraus in eine Wartungsposition ziehen, um z.B. die Sondenscheibe frei zugänglich auf einen anderen Teiledurchmesser umzurüsten.

Messetermine

25. - 27. Oktober 2017
HärtereiKongreß
Köln
Stand E-019

30.11. - 1.12.2017
36. Hagener Symposium Pulvermetallurgie
Hagen

Kontakt

ibg Prüfcomputer
Pretzfelder Straße 27
91320 Ebermannstadt

+49 (0) 9194 7384-0
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