Ibg Nockenprüfbox mit optionaler Tastsonde für die Hart/Weich-Prüfung

ibg Nockenprüfbox mit optionaler Tastsonde für die Hart/Weich-Prüfung

Schleifprozesse an Nockenwellen sind grundsätzlich diffizil und können regelmäßig zu Eigenspannungsveränderungen über das spezifizierte Maß hinaus oder gar zu Schleifbranddefekten wie Anlass- oder Neuhärtungszonen im Bereich der Rampen oder der Nase führen.

Auch eine Rissbildung ist insbesondere bei der Herstellung gebauter Nockenwellen, bei denen Einzelnocken je nach Verfahren unter Temperatureinfluss auf die Welle geschrumpft bzw. unter Druck gefügt werden, nicht auszuschließen. Wurden in der Vergangenheit schon die in der Wärmebehandlung erreichten Gefügezustände häufig mittels Wirbelstrom zu 100% inline geprüft, liegt heute das Interesse immer mehr auf einer zerstörungsfreien 100% Prüfung auf Risse und Schleifbrand.

Nun ist es aber eine Grundvoraussetzung für eine dynamische Wirbelstromrissprüfung, die Sonde im konstanten Abstand zur Oberfläche mit konstanter Geschwindigkeit möglichst senkrecht stehend über das Prüfteil zu bewegen. Daher sind diese Prüfungen in der Regel auf rotationssymmetrische oder flache Prüfteile beschränkt.

Sondenarm mit zwei keramischen Auflagern und zwischenliegender Sphäro-X-Sonde auf Nockennase.

Sondenarm mit zwei keramischen Auflagern und zwischenliegender Sphäro-X-Sonde auf Nockennase.

Die Entwicklung unserer Nockenprüfbox macht es möglich, der Nockenkontur exakt nachzufolgen und damit Riss- und Schleifbrandprüfergebnisse zu erzielen, die denen an rotationssymmetrischen Prüfteilen in nichts nachstehen. Auch den Konturen von Pumpennocken kann unsere Prüfbox problemlos folgen.

Dies wird möglich durch den Einsatz der ibg-eigenen Sphäro-X-Rissprüfsonde mit einem Sichtbereich von fast 180°. Sie ist zwischen zwei verschleißarmen sowie dreh- und wechselbaren Keramikscheiben platziert. Mit diesen berührt der Sondenarm die Nocke und folgt ihrer Kontur nach. Der Sondenarm ist dafür mit einem Doppelluftdruckzylinder ausgestattet, der in die eine Richtung als Federung zum Folgen der Kontur dient, in die andere Richtung den Sondenarm von der Nocke abhebt, wenn die Anlage zur Entnahme der Nockenwelle in eine Grundposition gefahren wird. Mit dieser Lösung sind je nach Nockenkontur Drehgeschwindigkeiten der Welle von bis zu 250/min realisierbar. Ausgehend von einer Sondenwirkbreite von 1,5 mm wird die Prüfbox bei breiteren Nocken anlagenseitig während der Prüfung verfahren, um so einen Scan der vollen Nockenmantelfläche darzustellen.

Optional kann die Prüfbox mit einer zusätzlichen Tastsonde für die Gefüge-Verwechslungsprüfung ausgestattet werden. Zu Beginn des Prüfzyklus werden dazu nacheinander von der Drehachse die Nockennasen jeweils vor der zugehörigen Tastsonde positioniert und in Millisekunden geprüft. Diese Prüfung dient bei gebauten Nockenwellen dazu, etwaig ungehärtete Einzelnocken, die ungewollt in der Produktion bis zum Fügeprozess durchgeschlüpft sind, sicher zu detektieren, bevor sie im Motor verbaut werden.

Nockengrößen mit Grundkreisen von 20-55 mm Durchmesser sind ohne Wechselteile prüfbar.

Nockengrößen mit Grundkreisen von 20-55 mm Durchmesser sind ohne Wechselteile prüfbar.

Standardmäßig ist die Box mit einem induktiven Sensor ausgestattet, der dem Prüfgerät ein Triggersignal einmal pro Umdrehung zur Verfügung stellt.

In Verbindung mit dem ibg Prüfgerät eddyvisor C können bis zu 16 Rissprüfsonden gleichzeitig und unabhängig voneinander an Ihrer Welle prüfen. Damit kann die 100% Riss- und Schleifbrandprüfung auch mit den Taktzeiten schneller Produktionslinien mitgehen.

Messetermine

25. - 27. Oktober 2017
HärtereiKongreß
Köln
Stand E-019

30.11. - 1.12.2017
36. Hagener Symposium Pulvermetallurgie
Hagen

Kontakt

ibg Prüfcomputer
Pretzfelder Straße 27
91320 Ebermannstadt

+49 (0) 9194 7384-0
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