Der neue Maßstab der Wirbelstrom-Gefügeprüfung für Produktion und Labor.

Digitales Wirbelstrom-Prüfgerät für die zerstörungsfreie Prüfung von Komponenten, Massenteilen und Halbzeugen auf Materialeigenschaften wie Härte, Gefüge, Festigkeit, Wärmebehandlung oder Legierung mit dem Präventiven Mehr-Frequenz Prüfverfahren (PMFP).

buttonLeistungsstarkes modulares Gerätekonzept mit max. 32 Gefügeprüfkanälen.

Produktbeschreibung

Der eddyvisor zeichnet sich durch sein leistungsstarkes modulares Gerätekonzept mit max.16 unabhängig arbeitenden Rissprüfkanälen und max. 32 Gefügeprüfkanälen bei gleichzeitig kompakter Bauweise aus. Zusätzlich bietet er einzigartige Features für die Lösung selbst anspruchsvollster Prüfaufgaben der Wirbelstromtechnik und kombiniert dies mit der bekannt hohen ibg Prüfsicherheit und einem großen Bedienkomfort.

Das ergonomische Oberflächendesign erleichtert dem Anwender eine korrekte und einfache Bedienung per Touchscreen. Alle Funktionen und Prüfergebnisse sind auf einen Blick übersichtlich zu erfassen. Die frühestmögliche digitale Verarbeitung des Meßsignals mit speziellen Signalprozessoren gewährleistet eine höchstmögliche Stabilität des Prüfergebnisses.

Dabei fußt der eddyvisor auf dem seit Jahrzehnten bewährten ibg Systemkonzept. Alle Spulen, Sonden und Rotierübertrager der weltweit verbreiteten ibg Systemfamilie können weiter verwendet werden. So empfiehlt sich der eddyvisor nicht nur für die Lösung neuer Prüfaufgaben, sondern auch für ein Upgrade bestehender Anlagen, die mit der modernsten Wirbelstrom-Prüftechnik ausgerüstet werden sollen.

In der Riss- und Schleifbrandprüfung wird die von marktbegleitenden Geräten bis heute gewohnte komplizierte und zeitaufwändige manuelle Ermittlung und Einstellung von geeignetem Filterband, Phasenwinkel und Verstärkung durch die ibg-exklusive Entwicklung der Präventiven Mehr-Filter-Prüfung (PMFP) mit automatischer Toleranzfeld-Generierung ersetzt. Ein Quantensprung im Wirbelstrom-Markt, der als ibg-Alleinstellungsmerkmal weltweit in zahlreichen Anwendungen eine neue Qualität in der Riss- und Schleifbrandprüfung bietet.

Bei der PMFP wird während der Referenzdatenaufnahme nach der Prüfung eines Gutteiles automatisch für jeden der 30 Bandpassfilter die Umhüllende der Signalkurve ermittelt. Aus den Hüllkurven aller Gutteile wird dann pro Kanal bzw. Bandpass ein Toleranzfeld generiert, das mit einem frei wählbaren Sicherheitsabstand über 360 Grad der Gutteilhüllkurve folgt. Da die Wirbelstromsignale der Gutteile aus Oberflächenrauhigkeit und Werkstoffeigenschaften resultieren, ist in den dreißig Toleranzfeldern der teilespezifische Fingerabdruck der Gutteilgruppe gespeichert. Kanteneffekte, Härteprofilausläufe oder Unrundheit der Gutteile werden durch die Referenzdatenaufnahme mit einkalibiriert, was zu einem deutlich reduzierten Pseudoausschuss führt, ohne dabei die Sichtbarkeit echter Fehler zu verlieren.

Durch das einzigartige Gutteile-Konzept ist die Kalibrierung eine Sache von Minuten. Einfach eine ausreichende Anzahl von Teilen nacheinander als Referenzteile aufnehmen. Die aus den Wirbelstromprüfsignalen der Gutteile automatisch generierten Toleranzfelder bilden den materialspezifischen Fingerabdruck der Gutteilgruppe samt der teiletypischen Streuung über alle PMFP-Prüffrequenzen hinweg ab. Nach der Referenzteilaufnahme wird mit einem Tastendruck die Prüfung gestartet. Fertig! Schneller und gleichzeitig sicherer geht es nicht.

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Innenspule für die Prüfung auf korrekte Randhärtetiefe und Position der Härtezone an einem Gleichlaufgelenk.

Eines der schwierigsten Probleme in der Fertigungskontrolle von Massenteilen ist die Überwachung des Wärmebehandlungsprozesses. Hier hat die Prüfung der Gefügeausbildung und richtigen Härte eine primäre Bedeutung für die Qualität und Sicherheit des Endproduktes. Diese Eigenschaften lassen sich mit zerstörungsfreien Methoden als Stichprobenprüfung nur mit hohem Personal- und Kostenaufwand überwachen. Eine Stichprobenprüfung ist zudem nur bei statistisch verteilten Fehlern sinnvoll. Während des Wärmebehandlungsprozesses in Durchlauföfen oder Induktionshärteanlagen kann es bei einzelnen Teilen zu zufälligen Ereignissen kommen, die sich den Gesetzen der statistischen Verteilung entziehen.

Um hier maximale Prüfsicherheit in der 100%-Prüfung zu gewährleisten, empfiehlt sich die Wirbelstromgefügeprüfung mit der seit Jahren bewährten Präventiven Mehrfrequenz-Prüfung PMFP von ibg. Damit können Sie Ihre Wärmebehandlungsergebnisse kostengünstig, schnell und zuverlässig in der industriellen Serienprüfung überwachen und auch nicht zu erwartende Fehler mit höchster Zuverlässigkeit erkennen. Dafür sorgen die 8 Prüffrequenzen der Grundwelle sowie von zwei Oberwellen der PMFP. Ihre Einsatzmöglichkeiten reichen von der Gefüge-, Härtetiefen- und Härtekontrolle bis zur Materialverwechslungsprüfung.

Die Einstellung des Prüfgerätes erfolgt ausschließlich mit Gutteilen. Eine Gruppe von 10 bis 20 Teilen wird dem Prüfgerät gezeigt. Dann werden Toleranzfelder gebildet. Gegen diese Gutteile werden nun die Prüfteile in ihrem Wirbelstromsignal verglichen. Dies bedeutet, dass keine künstlichen Fehler zum Einstellen benötigt werden. Aufgrund der hohen Prüfgeschwindigkeit und der einfachen Einrichtung kann eine neue Prüfaufgabe in kürzester Zeit aufgesetzt werden. Ein weiterer großer Vorteil ist die mehrdimensionale Auswertung unserer Prüfgeräte. Es wird für jede Prüffrequenz ein eigenes Toleranzfeld gebildet. Nur wenn alle Toleranzfelder getroffen werden, kann man davon ausgehen, dass das Prüfteil OK ist. Bereits ein einzelnes nicht getroffenes Toleranzfeld klassifiziert das Teil als NOK. Jede Änderung im tiefen, im mittleren oder hohen Frequenzbereich wird sofort angezeigt.

Es handelt sich bei allen Wirbelstromprüfungen immer um eine vergleichende Prüfung mit ja/nein-Aussage. Selbst kleine Abweichungen in der Teilegruppe können so detektiert werden. Eine absolute Aussage, worauf diese Abweichung zurückzuführen ist, ist allerdings nicht möglich. Bei einem Schlechtteil empfiehlt sich daher eine Gegenprüfung mit metallurgischen Analyseverfahren zur Gefügeuntersuchung (Schliff) oder einer klassischen Härteprüfung.

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Handprüfplatz zur Wirbelstromgefügeprüfung im Labor oder für Kleinserien mit Durchlaufspulen.

NEU: Simultane Oberwellenauswertung iSHA
Die relative Permeabilität wird durch Wärmebehandlungsprozesse stark beeinflusst – gehärtete Gefüge weisen eine geringere auf als weiche. Da bei der ibg eigenen Präventiven Mehrfrequenzprüfung PMFP nur mit kleinen Magnetfeldern geprüft wird, treten bei gehärteten i.O.-Teilen keine Sättigungseffekte auf. Man bewegt sich im linearen Bereich der Hysteresekurve.

Oberwellen entstehen durch jede Hysteresis der Magnetisierungskurve eines Prüflings in der Spulenanordnung. Der sinusförmige Strom in der Erregerspule führt zu einer sinusförmigen Feldstärke, die einen magnetischen Fluss im Prüfling auslöst. Dessen zeitlicher Verlauf ist jedoch (je nach Ausbildung der Permeabilität) nicht mehr sinusförmig. Daher induziert der zeitliche Verlauf des magnetischen Flusses in der Empfängerspule auch bei kleinen Feldstärken eine verzerrte, vom reinen Sinus abweichende Spannung. Nach der Fourieranalyse dieser Spannung zeigen sich neben der Grundwelle auch Oberwellen der 3-, 5-, 7- oder 9-fachen Frequenz. Deren Auswertung liefert ein noch genaueres Bild der magnetischen Eigenschaften des Prüflings und damit genauere Informationen über die Ausbildung der Gefügestruktur. Zusätzlich bietet sie signifikante Vorteile bei der Unterdrückung von Störeinflüssen (Chargenstreuung, Teilegeometrie und -temperatur, Positioniereffekten).

Der neuartige, von ibg erstmalig mit der digitalen Gerätefamilie erfolgreich beschrittene Weg ist die
iSHA-Technologie (ibg‘s Simultaneous Harmonic Analysis) in Verbindung mit der seit Jahrzehnten für hohe Prüfsicherheit sorgenden PMFP. Sie ermöglicht bei acht Frequenzen die simultane Berechnung der Vektoren von Grundwelle und zweier Oberwellen ohne Verlängerung der Prüfzeit. Zusätzlich verwendet sie auch hohe Frequenzen und ihre Oberwellen für eine bessere Auflösung kleinster Gefügeunterschiede. So erweitert iSHA die Möglichkeiten der bewährten präventiven Mehr-Frequenz-Prüfung nachhaltig.

NEU: Temperaturadaptive Gefügeprüfung iTAS
Wirbelstromprüfverfahren basieren auf der elektrischen Leitfähigkeit und der magnetischen Permeabilität, die den zu prüfenden Werkstoff charakterisieren. Unterschiedliche Werkstoffe und Gefügezustände führen zu geringen Unterschieden, die sich detektieren lassen. Beide Größen zeigen aber auch eine Temperaturabhängigkeit. So nimmt die elektrische Leitfähigkeit z.B. mit ca. 4% pro 10°C ab. Langsame Schwankungen (z.B. der Umgebungstemperatur) kompensiert ibg durch das Differenzspulenprinzip, bei dem das Prüfteil mit einem Kompensationsteil verglichen wird.
Oft sind Prüfteile aber prozessbedingt erwärmt, kühlen bei Produktionspausen ab und weisen zum Zeitpunkt der Prüfung einen deutlichen Temperaturunterschied auf, der zu Pseudoausschuß führen kann. ibg‘s neue Temperaturadaptive Gefügeprüfung (iTAS) berücksichtigt den Einfluss von Temperaturschwankungen auf die Messwerte. Ist die Temperatur der Prüfteile mit einem externen Sensor, der direkt am eddyvisor angeschlossen wird, ausreichend präzise erfassbar, kann der Temperatureinfluss fast vollständig kompensiert werden. Prüfteile erscheinen, als seien sie bei gleicher Temperatur gemessen. Pseudoausschuss wird reduziert und die Prüfung wird genauer. Durch die iTAS-Visualisierung lässt sich zudem schnell erkennen, wie groß der Temperatureinfluss im Verhältnis zu den übrigen Parameterschwankungen (Chargen-, Dimensionsunterschiede, etc.) bei einer konkreten Prüfaufgabe ausfällt.

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Neu: Der schnelle AutoStart ermöglicht eine noch schnellere und präzisere automatische Auslösung der Gefügeprüfung als bisher. Eine zusätzliche grafische Anzeige im Setup erleichtert die Einstellung auch bei schnellen oder dynamischen Prüfungen erheblich.

Produktmerkmale Gefügeprüfung

  • Toleranzfelder
    Während der Referenzdaten-Aufnahme erzeugt der eddyvisor automatisch die für eine sichere Prüfung sinnvollen Toleranzfelder in Ellipsenform. Für spezielle Aufgaben in der Gefügeprüfung ist zusätzlich ein Toleranzfeldeditor integriert, der dem erfahrenen Anwender frei definierbare Felder in Rechteck- oder Ellipsen-Form bietet.
  • Prüfgeschwindigkeit
    Schnellste Prüfung innerhalb von Millisekunden. Bei einer Analyse mit 8 Prüffrequenzen werden in der Standardeinstellung (25 Hz – 25 kHz) nur 141 ms für die Prüfung benötigt. Im HighSpeed Modus reduziert sich die Prüfzeit bei Frequenzen > 5 kHz auf 1 ms pro Frequenz. Das erleichtert vor allem dynamische Prüfungen.
  • iSHA Oberwellenanalyse
    Zu den acht Prüffrequenzen der Grundwelle können zwei Oberwellen (2. bis 9. Oberwelle frei wählbar) mit ebenfalls je acht Prüffrequenzen zugeschaltet und gleichzeitig ohne Verlängerung der Prüfzeit dank der iSHA-Technologie (ibg‘s Simultaneous Harmonic Analysis) ausgewertet werden. Als Standardeinstellung ist die Auswertung der 3. und 5. Oberwelle zusätzlich zur Grundwelle aktiviert.
  • Anzeigen
    Anzeige der Prüfergebnisse als Balkendiagramm, Einzelellipsendarstellung oder Übersichtsellipsendarstellung wählbar.
  • Spulen
    Für Standardanwendungen stehen eine Vielzahl von Durchlaufspulen (Durchmesser bis ca. 500 mm)
    sowie Tastspulen zur Verfügung. Für Spezialanwendungen werden Sonderbauformen (wie Innen-
    prüfspulen und Rechteckspulen) von unserem hauseigenen Sensorbau konzipiert und angefertigt. Prüfspulen können sowohl im von ibg empfohlenen Zweispulen-Kompensationsbetrieb als auch im Einspulen-Absolutbetrieb angeschlossen werden. Eine Spulen-Kabelbruch-Überwachung sowie eine 50/60 Hz Störunterdrückung sind zuschaltbar.
  • Prüfauslösung
    Zusätzlich zum Prüfstart manuell am Gerät, per SPS-Ansteuerung oder optionalem Starttaster verfügt der eddyvisor in der Gefügeprüfung über eine Autostartfunktion, die das Vorhandensein eines Teiles in der Prüfspule detektiert und die Prüfung auslöst – umgehend oder nach Ablauf einer frei einstellbaren Verzögerungszeit zur Beruhigung des Teiles.
  • Prüffrequenzen
    Für die Prüfung sind acht Frequenzen aus dem Bereich von 5 Hz – 3 MHz auswählbar.
  • Klassifizierung
    Für das Trennen unterschiedlicher Materialien und die Prüfung vermischter Chargen empfiehlt sich die ibg eigene Klassifizierungsfunktion (Oder-Verknüpfung). Mit ihr können Gut-Teile unterschiedlicher Ausprägung in maximal 7 Klassen angelernt werden und in der Prüfung dann mit den Ergebnissen des jeweiligen Prüfteiles verglichen bzw. klassifiziert werden.
  • Langgutprüfung (optional)
    Die Langgutprüfung dient der Überprüfung auf Material-, Wärmebehandlungs- und Dichteunterschiede sowie Gefügeveränderungen an Langgut (Stangen, Rohre und Drähte) im Durchlauf. Zur Ansteuerung sind lediglich zwei Näherungsschalter für Beginn und Ende der Prüfung erforderlich. Nach jeder Einzelprüfung wird die integrierte statistische Auswertung (Anteil der Gut- und Schlechtprüfungen absolut und prozentual) aktualisiert. Eine fehlertolerante Auswertung eliminiert Ausschuss durch irrelevante lokale Anzeigen (z.B. durch Richtoperationen). Die Gutschwelle ist einstellbar in Prozent der Einzelprüfungen pro Stange.
  • Ergonomisches Oberflächendesign
    Alle Funktionen und Prüfergebnisse auch komplexer Anlagen sind auf einen Blick übersichtlich erfaßbar und ermöglichen so auch dem unerfahrenen Anwender eine korrekte und einfache Bedienung.
  • Stationen und Positionen
    Der eddyvisor bietet zur Lösung komplexer und anspruchsvoller Prüfaufgaben ein einzigartiges Stationen und Positionen-Konzept. Maximal 8 Stationen lassen sich definieren, die jeweils wieder bis zu 32 Positionen enthalten können. Alle Prüfpositionen einer Station gehören zum selben Teil und werden zu einem Stationsergebnis zusammengefasst. Dieses Ergebnis kann dann für eine Sortierung verwendet werden. Um ein gültiges Stationsergebnis zu erhalten, muss das Teil an allen Positionen dieser Station geprüft werden. Stationen untereinander sind dagegen weitgehend unabhängig. Verschiedene Stationen können verschiedene Betriebszustände annehmen. Dadurch kann an einer Station geprüft werden, während an einer anderen Station Referenzdaten aufgenommen werden.
    Zusätzlich verfügt jede Position über komplett eigenständige Referenzdaten und Toleranzfelder. Damit ist es in z.B. der Rissprüfung möglich, unterschiedliche Bereiche eines Prüfteils (Flächen, Radien, Einstiche etc.) zu definieren und diese dann auch mit jeweils unterschiedlichen, per SPS on the fly umschaltbaren Einstellungen zu prüfen. So kann jeder Bereich eines Prüfteils, egal ob ungenau gefertigt mit hohem Grundrauschen (z.B. Radien) oder hochpräzise bearbeitet mit extrem niedrigem Grundrauschen (z.B. gehonte Flächen), mit den jeweils für diesen Bereich optimalen Einstellungen geprüft werden, ohne die Prüfung in anderen Bereichen zu behindern.
  • Prüfteildarstellung
    Bei Stationen mit mindestens zwei und maximal 22 Positionen kann ein vom Kunden erzeugtes Bild des Prüfteils in der Übersicht einer Station eingebunden werden. Das Prüfergebnis der einzelnen Positionen der Station wird durch farbige Kolorierungen des Prüfteilbildes visualisiert. Eine unschätzbare Hilfe für den Bediener, besonders in Prüfanlagen mit komplexem Setup. Zusätzlich können diese Prüfteilbilder in der Übersicht aller Stationen dargestellt werden (jedoch ohne Ergebniskolorierung).
  • Teiletypen
    Max. 100 Teiletypen (bei mehr als 8 Positionen max. 50) in der Rissprüfung und max. 250 Teiletypen in der Gefügeprüfung können gleichzeitig mit allen Einstell- und Referenzteildaten im Gerätespeicher vorgehalten und manuell oder per SPS für vollautomatische Prüfprozesse ausgewählt werden.
  • Teile Kennung (Part ID)
    Zur eindeutigen Zuordnung einzelner Prüfteile zu ihren jeweiligen Prüfdaten kann dem eddyvisor vor der Prüfung eine alphanumerische Seriennummer von einer SPS oder einem anderen System (QR-Code-Leser o.ä.) übermittelt werden. Diese wird zur Laufzeit der Prüfung mit den Prüfdaten verbunden, im eddyvisor gespeichert und zusätzlich über die eddyLogger Software oder als Q-DAS-konformer Datensatz mitgeschrieben. Unverzichtbar zur Teilerückverfolgbarkeit.
  • Historie der Referenzteile
    In der Historiendarstellung sind die Prüfdaten aller Referenzteile auf einen Blick sichtbar. Wenn sich nach der Referenzteilaufnahme im Werkstofflabor herausstellt, das ein aufgenommenes Teil doch nicht gut war, kann es mit einem Tastendruck aus den Referenzteilen entfernt werden.
  • Historie der Sortierteile
    In der Historiendarstellung sind die Prüfergebnisse von bis zu 1000 Sortierteilen und zusätzlich die letzten 100 Schlechtteile auf einen Blick verschiedenfarbig dargestellt und können so auch zu einem späteren Zeitpunkt durch einen Anwender beurteilt werden. Eine unverzichtbare Funktion, wenn die aussortierten Teile anschließend im Werkstofflabor zerstörend gegengeprüft werden. Stellt sich dabei heraus, dass ein Teil noch als Gutteil akzeptabel wäre, kann es nachträglich mit einem Tastendruck zu den Referenzteilen hinzugefügt werden. Dadurch lässt sich der Pseudoausschuss gezielt verringern.
  • AQDEF Qualitätsdatenexport Q-DAS Standard konform (optional)
    Nach Abschluss eines Prüfteils sendet der eddyvisor die Prüfdaten über Ethernet an einen kundenseitigen Protokollrechner (PC), auf dem das eddyQ-DAS-Softwaretool die Daten empfängt und AQDEF-konform der QS-STAT Schnittstelle zur Verfügung stellt. Die Software bietet dem Anwender individuelle Konfigurationsmöglichkeiten. Pro Prüfstation stehen folgende Optionen zur Verfügung: Auswahl der zu speichernden Prüfdaten; Speicherung mit K-Feld oder in verkürzter Separatorschreibweise; Speicherformat als DFD/DFX oder DFQ Dateien; freie Wahl der Anzahl zu speichernder Prüfteile pro Datei. Die eddyLogger Software kann parallel die Prüfdaten mehrerer ibg-Geräte innerhalb eines Ethernet-Netzwerkes aufnehmen und verwalten, so dass mit einem Erfassungs-PC verschiedene eddyvisor und/oder eddyliner Prüfgeräte betreut werden können.
  • Datenspeicherung allgemein
    Prüfergebnisse, Teiletypen und Geräteeinstellungen werden intern auf robustem Flash-Speicher und extern per USB-Stick gesichert. Prüfergebnisse können zusätzlich über das Netzwerk geloggt werden. Ein Ringspeicher erfasst geräte-interne Fehler und ermöglicht im Servicefall eine schnelle Kundenunterstützung.
  • Automatisierung ohne SPS
    Für die direkte Ansteuerung von Sortiereinrichtungen, Farbmarkiersystemen und Anzeigeleuchten ist standardmäßig ein Netzteil 24Vdc (2,5A) integriert und ermöglicht im Zusammenspiel mit der Autostartfunktion die kostengünstige Realisierung kleinerer automatisierter Systeme ohne zusätzliche SPS.
  • Vorgabezähler
    Die Funktion „box counter“ kann benutzt werden, um die Füllhöhe von Behältern für Prüfteile zu überwachen und eine Überfüllung zu vermeiden. Die Prüfung pausiert automatisch, sobald ein vorgegebener Zählerstand geprüfter Teile erreicht wird. Sobald der Bediener den Behälter gewechselt und den Zähler zurückgesetzt hat, startet die Prüfung automatisch wieder.
  • Fernbedienbar
    Der eddyvisor ist von jedem Netzwerk-PC aus per VNC Viewer Software fernbedienbar.
  • Zugriffssicherung
    Das Gerät verfügt über ein mehrstufiges Zugriffsberechtigungskonzept, bei dem die Berechtigung per Schlüsselschalter nachgewiesen wird.
  • Hilfefunktion
    Der Anwender kann über die Geräteoberfläche jederzeit auf eine kontextsensitive Hilfeseite zugreifen, die in den meisten Fällen einen Blick in das Handbuch erübrigt.
  • Bediensprachen
    Enthalten sind Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Tschechisch, Ungarisch, Polnisch, Russisch, Chinesisch, Koreanisch und Japanisch. Zusätzliche Sprachen optional nachrüstbar.
  • Bildschirm
    15 Zoll TFT Touchscreen Farb-Display, Auflösung 1024 x 768 Pixel, auch mit Handschuhen bedienbar.

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Anschlüsse
IO-Ports Zur SPS-Anbindung ist eine optisch isolierte Schnittstelle mit 32 Ein- und 32 Ausgängen vorhanden. Optional kann eine weitere Baugruppe mit zusätzlichen 32 Ein- und 32 Ausgängen eingebaut werden. Eine Zuordnung der Signale zu den IOs kann im eddyvisor frei vorgenommen werden.
Gigabit-Ethernet-Netzwerk
XGA Per HDMI und Display Port Anschluss kann der Bildschirminhalt in XGA-Auflösung auf einem weiteren Display gezeigt werden. Für Schulungen ein unverzichtbares Feature.
Drucker Ein handelsüblicher Drucker kann über USB 2.0 oder Ethernet zur Ausgabe von Bildschirm- oder Protokolldrucken angeschlossen werden.
USB 2.0 Zwei USB 2.0 Anschlüsse an der Frontseite, einer an der Unterseite für die Datenspeicherung.
Gehäuse
Der eddyvisor ist in zwei Bauformen lieferbar:
als Desktop-Version eddyvisor D im Tischgehäuse (mit Klappfüßen neigbar) oder geteilt als Einbau-Version für den Schalttafeleinbau mit dem Bedienteil eddyvisor HMI und dem Messteil eddyvisor M.

Vollständig gekapselt und damit auch in staubigen Produktionsumgebungen einsetzbar.

Technische Daten
Netzanschluss: 100 – 240 V, 50/60Hz
Zulässige Umgebungstemperatur: 0 – 45°C

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Gehäuserückseite eddyvisor bestückt mit (von links) Rissprüfmodul 4-kanalig, Gefügeprüfmodul 8-kanalig, IO-Modul, Netzanschlussmodul.

Messetermine

9. - 12. Mai 2017
CONTROL
Stuttgart
Halle 6, Stand 6121

25. - 27. Oktober 2017
HärtereiKongreß
Köln
Stand E-019

30.11. - 1.12.2017
36. Hagener Symposium Pulvermetallurgie
Hagen

Kontakt

ibg Prüfcomputer
Pretzfelder Straße 27
91320 Ebermannstadt

+49 (0) 9194 7384-0
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